Projekt Insektennistkasten

Nisthilfen für Wildbienen 

Der anhaltend starke Rückgang vieler Bienenpopulationen in den vergangenen Jahrzehnten erfordert wirksame Maßnahmen zum Schutz der Insekten. Grundlage aller Bemühungen ist die Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie die Bewahrung der artspezifischen Nahrungsquellen und der Nistplätze. Das Projekt "Nisthilfen für Wildbienen" auf dem Schulgelände des Förderzentrums soll einen Beitrag zur Arterhaltung von heimischen Wildbienenarten leisten.


Siegfried Hirschmann vom Bund Naturschutz Hof vermittelte den Schülern und Schülerinnen der 7. und 8. Jahrgangsstufe wichtige Aspekte über die Notwendigkeit des Wildbienenschutzes. Am 28. November 2012 informierte er die Jugendlichen über die Artenvielfalt der heimischen Wildbienen und welche Möglichkeiten bestehen, diese bedrohten Tiere zu schützen.

Vortrag über Wildbienen von Herrn Hirschmann

Nach diesem interessanten Vortrag, waren einige Schüler und Schülerinnen bereit, eine große Nisthilfe und mehrere kleine für die Wildbienen zu bauen.

Vom 15.April bis 17.April 2013 war es soweit. Im Rahmen eines SDW-Projekts bauten sieben Schüler und zwei Schülerinnen der Klassen 7a und 7b unter Anleitung von Siegfried Hirschmann ein so genanntes "Insektenhotel".

Schritt 1

Ein geeigneter Standort wurde ausgewählt und bestimmt. Der gewählte Platz musste genau ausgemessen werden, damit die Nisthilfe genau angefertigt werden konnte. Anschließend wurden Unebenheiten sowie Altbewuchs beseitigt, um den Sockel legen zu können.

 Standortwahl und Abmessung

 

 

 

 

 

 Beseitigung der Pflanzen und Sockelvorbereitung

 

 

 

 

 

Schritt 2

Einige Schüler begannen damit, das Schilf für die Belegung des Hauses zu schneiden. Dabei musste beachtet werden, dass immer eine Schilfnarbe am Ende des Bündels lag. Sie schließt das jeweilige Röhrchen ab, in dem die Bienen geschützt ihre Eier ablegen können.

 Anweisung durch Herrn Hirschmann

 

 

 

 

 

 Schilfschneiden

 

 

 


Die anderen Schüler begannen das Holz für den Rahmen der Nisthilfe genau auszumessen. Dabei half Herr Hirschmann und zeigte den Schülern wie sie genau messen und anschließend sägen mussten. Einen kleinen Rückschlag erlebte dieses Team,  als das Gerüst nicht genau passte und alles überarbeitet werden musste. Doch nach einer grundlegenden Nachbesserung kam man zum Ziel.

 Genaues Messen war wichtig.

 

 

 

 

 

 Zuschneiden des Holzes auf ein genaues Maß.

 

 

 


 Der Rahmen wird zusammengebaut.

 

 


Schritt 3

Der Rahmen der Nisthilfe musste mit weiteren Stützbalken verstärkt werden. Dies klappte zügig und das Gehäuse des "Insektenhotels" konnte nun passgenau angebracht werden.

 Verbindungen werden gebohrt.

 

 

 

 

Schritt 4

Das geschnittene Schilf musste nun zu Bündeln zusammengeschnürrt werden. Diese Aufgabe war ziemlich knifflig, da man die Richtung der Narben beachten  und ungefähr gleichgroße Schilfröhrchen zusammen binden musste. Am Ende waren die Jugendlichen überrascht, wie wenig Schilfbündel von 3 Säcken Schilf noch übrig geblieben waren.

 

 

 

 

 

Schritt 5

Die Schüler und Schülerinnen mussten in die Stirnseite des Hartholzes Löcher bohren. Anschließend wurde das Holz abgeschliffen und die Löcher von Spänen befreit. Nur so ist gewährleistet, dass die Bienen diese Löcher als Nisthilfe nutzen und sich nicht verletzen.

 

 

 

 

 

Schritt 6

 Der fertige Nistkasten erhält ein Dach und bekommt eine natürliche Lasur zum Schutz gegen widrige Wetterbedingungen.

 Das Dach wird an der Konstruktion befestigt.

 

 

 

 

 

 

 

 Die Montage des Nistkastens.

 

 

 

 

 

 Die Lasur wird gleichmäßig aufgetragen.

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 7

Nachdem die Lasur des "Insektenhotels" getrocknet war, bestückten die Jugendlichen dieses mit Hölzern und Schilfbündeln. Es wird nun nach und nach erweitert. Wir hoffen sehr, dass bald die ersten Wildbienen einziehen werden.

 

 

 

 

 

Danke Herr Hirschmann für die gute Zusammenarbeit.

Schautafel zum Insektennistkasten